Ein Überraschungsgeschenk fiel am 24. Dezember 2025 buchstäblich vom Himmel: es begann friedlich zu schneien. Bei gemäßigten Temperaturen und Windstille breitete sich alsbald eine flauschige Schneedecke über Kaumberg und bescherte uns Weihnachten wie aus dem Bilderbuch.
Zur Christmette in dunkler Nacht durch den Schnee stapfen – ein Erlebnis, das viele Kinder noch nie erleben konnten! Vom Kirchenvorplatz klangen weihnachtliche Weisen der Blasmusikkapelle. Trotz winterlicher Fahrbedingungen füllte sich die Pfarrkirche, die Mädchengruppe der Landjugend sang zur Mette. Pfarrer Slavomír betonte, dass in dieser Nacht die Kirche auf der ganzen Welt die Geburt Jesu feiere.
Dazu passt eine Anekdote, die der Seelsorger beim Hochamt am Christtag erzählte: in einer anderen Diözese gab einmal der Bischof eine Anleitung zur Gestaltung weihnachtlicher Feiern daheim heraus. Darauf hin hatten sich manche empört, warum sich die Kirche jetzt auch schon zu Weihnachten einmischt?!
Also muss man ob des allgemeinen Konsumtrubels den Menschen in Erinnerung rufen, worum es bei Weihnachten eigentlich geht: Gott schenkt Seinen Sohn der Menschheit – als hilfloses Baby. Das Größte erscheint im Kleinsten.
Entsprechend festlich gestaltete sich die Liturgie am Hochfest der Geburt des Herrn, musikalisch umrahmt vom Kirchenchor, diesmal mit Orgel, Geigen und Klarinette.
Die Lesungen am 2. Weihnachtstag, leiten über zu einem Kernpunkt der Botschaft Jesu, der Feindesliebe. Die Erzählung vom hl. Stephanus schildert die letzte Konsequenz dieses Gebots. Als erster Märtyrer stirbt Stephanus unter der Steinigung durch seine Feinde, dabei betet er: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“.
Nicht die liebliche Oberfläche von Weihnachten zähle, der schönste Baum, die besten Kekse, die tollsten Geschenke, erläuterte der Priester die Texte vom Stephanitag. Auch im alltäglichen Umgang zeige sich, ob wir die Botschaft Jesu verstanden haben, indem wir anderen Gutes tun, gerade wenn es schwerfällt und beten für jene, die uns Steine in den Weg legen.
Abschließend bedankte sich Pfarrer Slavomír sehr herzlich bei allen, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen hatten, und besonders fürs Mitfeiern.
Fotos + Text: Elli Pfeiffer-Lintner



