Besonders gut besucht war unsere Pfarrkirche zum Hl. Michael am Abend des 18.02.2026,
Aschermittwoch.

Offensichtlich haben viele Menschen aus der Pfarre das Bedürfnis, in der beginnenden Fastenzeit sich auf Wesentliches zu besinnen. Pfarrer Slavomir lädt die Gläubigen nach der Bußfeier ein, nach vor zu kommen. Die Symbolik ist eindeutig: mit Asche zeichnet der Seelsorger jeder Kaumbergerin, jedem Kaumberger, jung oder alt, ein Kreuz auf die Stirn. Dabei intoniert die Orgel das Lied „Bedenk oh Mensch, du bist von Staub und wirst zu Staub werden“.
In der Predigt wird der Priester nicht müde zu betonen, worum es beim christlichen Fasten eigentlich geht. Aussteigen aus dem selbstverständlichen Konsum von Gütern und auch Medien, die man gar nicht braucht. Die Beziehung zu Gott wieder suchen, täglich mit IHM sprechen, formale Gebete oder frei formuliert, einfach beim Arbeiten oder in der Natur. Dann erfährt das Leben neue Tiefe und es fällt leichter, mit den Nächsten wohlwollend umzugehen. Ein heilsamer Prozess kommt in Gang, der nach einer ehrlichen Beichte ein wirklich freudiges Osterfest beschert.

Zum christlichen Fasten gehören ganz wesentlich Werke der Nächstenliebe. Eine Möglichkeit dazu bietet alljährlich die
Fastenaktion
der Diözese St. Pölten. Viele Menschen sind nicht so gut abgesichert wie in unseren Breiten, haben kaum Chancen auf Ausbildung und ein Leben in Würde. Jeder Beitrag im Fastenwürfel hilft. Diese liegen samt den Infofoldern im Vorraum unserer Kirche zur Entnahme auf.

Text: Elli Pfeiffer-Lintner