Im Volksmund nennt man den Feiertag am 6. Jänner „Heilige Drei Könige“, weil das Matthäusevangelium des Tages von den Sterndeutern aus dem Morgenland erzählt, die mit drei Geschenken den neu geborenen König suchen. Im Palast des Königs Herodes werden sie nicht fündig, sondern in einer armseligen Unterkunft. Nachdem die Ärmsten der damaligen Gesellschaft – die Hirten – schon zur Geburt dem göttlichen Kind gehuldigt hatten, knien nun gelehrte Männer aus einer internationalen intellektuellen Elite vor dem kleinen Jesus und übergeben ihre königlichen Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Pfarrer Slavomír deutet die Gaben als Symbole des menschlichen Lebens. Gold stehe für Erfolg und alles, was gelungen sei, Myrrhe für das Scheitern und die Bitternis des Leidens. Unsere Sehnsucht nach einer spirituellen Dimension unseres Lebens symbolisiere der Weihrauch. Ebenso möge jeder Gläubige sein Leben als Opfergabe vor Gott bringen.
Am Ende der Hl. Messe stimmte der Pfarrer die Ministranten und Ministrantinnen auf ihre Aufgabe ein, um sie dann als Sternsinger auszusenden, ausgestattet mit gesegnetem Weihrauch und den praktischen Segensaufklebern. Bei der „Dreikönigsaktion 2026“ baten die Kinder um Spenden u.a. für Projekte in Tansania.
Die Aktion in unserer Pfarre war wieder bestens vorbereitet und begleitet von Pfarrer, Pfarrgemeinderäten und Eltern.
Text: Elli Pfeiffer-Lintner
Fotos: privat zVg
